Mini-Fabrik

Die Zeiten, in denen Druck nur auf Papier möglich war, sind vorbei. 3D-Drucker funktionieren nämlich nicht mit Tinte, sondern stellen aus Materialien wie Kunststoff verschiedenste Gegenstände her.

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ndlich ist es da, das neue Handy. Wunderschön und frei von Kratzern strahlt es aus der gerade geöffneten Verpackung. Man will es natürlich sofort in Betrieb nehmen, aber passende Hülle hat man leider noch keine. Mit einem 3D-Drucker ist das kein Problem – denn Handyhüllen und andere Helferlein kann man damit ganz bequem zu Hause herstellen.

Schlaue Technologie

Im Grunde ist die Bezeichnung „3D-Drucker“ ein Überbegriff für eine Vielzahl an Techniken. Inzwischen gibt es nämlich eine ganze Reihe an Herstellungsverfahren, welche sich für unterschiedliche Materialien eignen. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie produzieren dreidimensionale Gegenstände.  

Im Moment dominiert das so genannte Fused Deposition Modeling, kurz FDM, den Markt. Diese Methode funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Der Drucker arbeitet mit festem Rohmaterial, meistens mit Kunststoff, das in Form von Drähten auf eine Spule gewickelt ist. Es wird durch die Düse des Druckers gepresst, wobei es durch Hitze erwärmt und formbar gemacht wird – ähnlich wie bei einer Heißklebepistole.

 

Das gewünschte Objekt entsteht als erstes virtuell als Computermodell, welches anschließend von einer Software in horizontale Schichten zerlegt wird. Diese entsprechen später beim Druckprozess je einer Materialschicht. So legt der Drucker hauchdünne Kunststofffäden nach und nach aufeinander, bis der Gegenstand fertig gebaut ist.

 

Mini Fabrik
Mini Fabrik
Mini Fabrik

Vielseitig eingesetzt

Anwendungsbereiche von 3D-Druckern gibt es inzwischen viele, die Technologie existiert schließlich schon seit den 1980er-Jahren. Damals war sie allerdings noch sehr kostspielig und deshalb nicht fürs Wohnzimmer, sondern nur für Labore und Konzerne geeignet.

In der Medizin werden mit 3D-Druck unter anderem speziell angepasste Implantate und Prothesen angefertigt und in der Architektur entstehen durch diese Technik detailgetreue Baumodelle. Eine etwas andere Funktion haben 3D-Drucker in der Konditorei gefunden, denn auch auch Schokolade und Zuckerguss lassen sich damit zu filigranen Figuren und Pralinen verarbeiten.

 

Im Privatgebrauch wird die Technologie zum Beispiel oft im Modellbau verwendet. Wenn an Haushaltsgeräten oder Ähnlichem kleine Teile abbrechen, sind diese mithilfe von 3D-Druck schnell nachgebaut, und auch praktische Dingen wie Handyhalterungen, Seifenschalen oder Becher sind herstellbar.