Steil bergab? Mit Downhill geht’s steil bergauf!

Das Downhillen ist die besondere Variante des Radsports. Und wurde vermutlich erfunden für Tirol – schließlich liegen die besten Trails direkt vor der Haustür!

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eim Downhill, DH oder zu Deutsch „Abfahrt“ gilt es, eine spezielle, ausschließlich bergab führende Strecke in kürzester Zeit zu fahren. In gröbstem Gelände, gespickt mit natürlichen Hindernissen und bei hohen Geschwindigkeiten muss das Rad in jeder Sekunde unter voller Kontrolle sein. 

Routine, Training, Streckenkenntnis und eine gesunde Selbsteinschätzung sind dabei sehr wichtig! Rücksicht auf die Natur und andere Waldnutzer ist oberste Prämisse und wird auch praktiziert.

 

Was ist wichtig beim Downhillen?

Um Downhill fahren zu können, benötigt man ein spezielles Rad. Denn die hohen Geschwindigkeiten und das grobe Gelände stellen besondere Anforderungen an die Technik der Fahrräder:

AUFMACHER 1 Deadwater Fell 11Schmaeler
  • Stabilität: Alle Bauteile sind primär auf Stabilität ausgelegt. Geringes Gewicht ist zwar wichtig, aber zweitrangig.
  • Federung: Um die starken Bodenunebenheiten vom Fahrer fernzuhalten und die Fahrsicherheit zu erhöhen, besitzen die Downhill-Fahrräder sowohl vorne an der Fahrradgabel, als auch am Hinterrad Stoßdämpfer mit großem Federweg um etwa 200 mm. Die Federung ist oftmals vielfältig einstellbar.
  • Bremsen: Es kommen nur vollhydraulische Scheibenbremsen zum Einsatz. Sie gewähren hohe Bremsleistung unter allen Witterungsbedingungen.
  • Rahmengeometrie: Die vielfältig in der Geometrie einstellbaren Rahmen sorgen dafür, dass die Fahreigenschaften dem Gelände angepasst werden können, und sind vorwiegend auf Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten ausgelegt. Durch die hecklastige Sitzposition für den optimalen Schwerpunkt sind sie zum Bergauffahren nicht geeignet. Das eingesetzte Material ist meist Aluminium.
  • Reifen: Sehr großvolumige und stabile Reifen bis zur Dimension 26x3.0" verhindern Plattfahren und Beschädigungen durch scharfkantige Steine. Je nach Witterung und Bodenbeschaffenheit kommen unterschiedliche Profile und Gummimischungen zum Einsatz.
  • Schaltung: Im Gegensatz zu Fahrrädern anderer Einsatzzwecke kann beim Downhill-Fahrrad nur an der Hinterachse geschaltet werden – mit 8 bis 9 Gängen. An den Kurbeln kommt nur ein einzelnes Kettenblatt zum Einsatz, was die Montage einer Kettenführung erfordert.