Zeit für einen Pistenwechsel

Ein Traum für alle Wintersportler, der nicht nur in Tirol wahr wird. Auch andere Orte außerhalb Österreichs bieten eine willkommene Abwechslung zu den heimischen Pisten.

Foto: Last frontier heliskiing/Ashley Barker/Dave Silver, Dolomiti Superski/Wisthaler, Shutterstock (2)

Kanada

Das Erste, was den meisten zum Stichwort Kanada in den Sinn kommt: Berge und Schnee. Und das zurecht! Das Land mit der Ahornblatt-Flagge liegt nördlich der USA und ist mit seinen hohen und schneereichen Gebirgszügen ein wahres Wintersport-Paradies. Besonders Adrenalin-Junkies finden neben diesen idealen Bedingungen allerdings noch einen weiteren Grund dafür, ihren Winterurlaub hier zu verbringen: Heliskiing. Bei dieser Trendsportart wird man mit einem Helikopter bis zu den Berggipfeln geflogen und genießt im Anschluss lange Tiefschnee-Abfahrten im unberührten Gelände. Eine etwas günstigere Alternative ist das sogenannte Catskiing. Das Prinzip ist dasselbe, nur bringt statt eines Helikopters eine Pistenraupe die Sportler auf den Berg.

 

Für solche Abenteuer ist natürlich ein gewisses Fahrkönnen nötig, Profi muss man allerdings nicht sein. In den meisten Fällen werden die Touren von ausgebildeten Guides begleitet, die das Areal kennen. Besonders viele Anbieter von Heli- und Catskiing gibt es in der Provinz British Columbia. Auch das größte Heliskiing-Areal der Welt, das Last Frontier Heliskiing, liegt dort. Aufgeteilt auf zwei Standorte umfasst das riesige Gebiet insgesamt mehr als 9.500 Quadratkilometer. Zum Vergleich: Die Fläche von Tirol beträgt ca. 12.600 Quadratkilometer.

 

Reiseinfo

Diverse Fluggesellschaften bieten Flüge von Innsbruck nach Vancouver an. Zum Beispiel mit zwei Zwischenstopps in Frankfurt und Toronto. Die Flugzeit beträgt je nach Route und Zwischenaufenthalt mindestens 13 Stunden. 

Reise A176 1702 Heliskiing Kanada
Reise A176 1702 Dolomiten Superski

Trentino-Südtirol

Wer Abwechslung sucht, aber keine Zeit oder Lust auf eine längere Reise hat, kommt in Trentino-Südtirol ganz bestimmt auf seine Kosten. Besonders praktisch: Mit dem Skipass Dolomiti Superski können alle Anlagen der Dolomiten genutzt werden. Das bedeutet, 1.200 Kilometer präparierte Pisten in zwölf unterschiedlichen Regionen. Dort findet man auch jede Menge Hütten, Bars und Diskotheken – gute Stimmung ist also garantiert.

 

Reiseinfo

Von Innsbruck kommt man ganz unkompliziert selbst mit dem Auto in rund zweieinhalb Stunden zum Skigebiet. 

 

Georgien

Zu den typischen Wintersport-Destinationen zählt Georgien hierzulande zwar nicht, doch es bietet mit dem Kaukasusgebirge im Norden perfekte Voraussetzungen für einen gelungenen Skiurlaub. Einige Gipfel überragen sogar die 5.000-Meter-Grenze. Das größte und höchste Skigebiet ist Gudauri, das vor allem bei Free-ride-Fans wegen seiner Heli- und Catskiing-Angebote beliebt ist. Eine weitere Besonderheit des Landes: die abwechslungsreiche Landschaft, denn grüne Wälder, wüstenartige Gebiete und Felsenlandschaften liegen nahe beieinander. Abseits der Skipisten gibt es somit vieles mehr zu entdecken.

 

Reiseinfo

Lufthansa bietet ab München Direktflüge nach Georgien an. So lässt sich die Hauptstadt Tiflis in etwa vier Stunden erreichen. 

 

Reise A176 1702 Georgien
Reise A176 1702 Russland Sochi

Russland

Das Kaukasusgebirge verläuft genau an der nördlichen Grenze Georgiens, das macht auch das angrenzende Russland zur beliebten Ski-Destination. Nicht ohne Grund gingen die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi über die Bühne. Immer öfter zieht es Wintersportler aber auch weiter in den Norden des Landes – ins Uralgebirge. Mit weniger als 2.000 Metern Höhe eignen sich die eher hügeligen Skigebiete vor allem für gemütlichere Abfahrten.

 

Reiseinfo

Nahe dem Uralgebirge liegt die Stadt Perm, die von München aus angeflogen wird. Mit Zwischenstopp in Moskau – und ohne längere Transferzeit – dauert die Reise rund sechs Stunden.