Reisen, arbeiten, Gutes tun

Work and Travel – das kann man nicht nur in Australien, sondern auch in Mittel- und Südamerika. Perfekt für alle, die die Natur und Tiere lieben!

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war ist die Kombination aus Reisen und Arbeiten in Mittel- und Südamerika nicht so verbreitet und „perfektioniert“ wie etwa in Australien, es gibt aber trotzdem zahlreiche Möglichkeiten, einen längeren Aufenthalt mit Freiwilligenarbeit, Farmstays oder Praktika zu verbinden.

Uruguay

Uruguay ist nicht nur landschaftlich spannend, sondern auch sehr sicher und deshalb ein guter Platz für einen Work-and-Travel-Aufenthalt. Außerdem kann man „ganz nebenbei“ Spanisch lernen bzw. vorhandene Spanischkenntnisse anwenden und vertiefen. Arbeiten kann man zum Beispiel auf einer Gaucho-Ranch, wo man sich um Pferde kümmert und den Farmbetrieb unterstützt. Wer Erfahrung im Bildungsbereich vorweisen kann, ist auch in Schulen und Waisenhäusern äußerst gefragt – diese Tätigkeit fällt jedoch in der Regel in den Bereich Freiwilligenarbeit und wird nicht bezahlt.

Chile

Auch in Chile gibt es die Möglichkeit, Reisen und Arbeiten zu verbinden. Eine beliebte Kombina-tion ist der Besuch eines vierwöchigen Sprachkurses, gefolgt von mindestens vier Wochen Arbeit. Hier kann man zwischen Farmarbeit und Tourismusarbeit wählen. Bei der Farmarbeit wirst du zum „Huaso“ – dem chilenischen Äquivalent zum nordamerikanischen Cowboy. In dieser Funktion hilfst du auf einer chilenischen Farm oder auf einem Pferdegestüt mit, kümmerst dich um die Tiere, hilfst im Stall mit und bist auch bei der Garten- und Feldarbeit an vorderster Front mit dabei. Entscheidest du dich für die Tourismusarbeit, kannst du in Hotels, Ferienanlagen oder in Surfschulen arbeiten – zum Beispiel im Bereich der Gästebetreuung oder in der Organisation von Tagesausflügen.

Costa Rica

Costa Rica gilt als das sicherste Land Mittelamerikas und ist deshalb auch in Sachen Work and Travel sehr beliebt. Da über ein Viertel des Landes unter Naturschutz steht, spielen Ökotourismus und der Schutz von Tieren und Natur in Costa Rica eine besonders große Rolle. Die Entscheidung, für welches Projekt du dich engagieren möchtest, liegt bei dir: Ist es dein Traum, am Pazifik Schildkröten zu schützen? Möchtest du in einem Papageien-Brutzentrum tatkräftig mithelfen? Oder wärst du lieber Volunteer in einer Tierauffangstation, in der Tiere, die auf dem Schwarzmarkt beschlagnahmt wurden, gepflegt und betreut werden? 

 

Eines der spannendsten und berührendsten Projekte ist mit Sicherheit das „Sloth Sanctuary and Rescue Center“, in dem Faultiere betreut und gepflegt werden. Außerdem hat es sich das Zen-trum zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit über das Verhalten und die Bedeutung von Faultieren zu informieren. Ist euch zum Beispiel schon mal aufgefallen, dass Faultiere die einzigen Tiere sind, die aussehen, als ob sie ständig lächelten?