Cooler Norden

Modern, urban und stylisch auf der einen, historisch, gemütlich und nachhaltig grün auf der anderen Seite – das ist Kopenhagen.

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m Gegensatz zu anderen Metropolen der Welt schießen in Kopenhagen keine Wolkenkratzer in den Himmel. In der Hauptstadt Dänemarks (übrigens das älteste Königreich der Welt) bleibt die Architektur auf dem Boden. Modern ist man trotzdem. Und das gilt auch für die Einwohner. In der Kommune Kopenhagen sind das 580.184 Menschen, die sich gerne modebewusst und stylisch zeigen. Kopenhagen hat viel Grün und Wasser zu bieten und ist eine der Radfahr-Hauptstädte der Welt. Die Stadt ist zwar relativ teuer, aber mit dem richtigen Insiderwissen kann man auch hier mit kleinem Budget viel erleben.
  

Los geht’s
Ein idealer Ausgangspunkt für die Entdeckung Kopenhagens ist Amagertov. Von diesem Platz aus lassen sich zu Fuß der Regierungskomplex Christiansborg, das Dansk Jødisk Museum (Jüdisches Museum) und die Kongelige Bibliothek (Königliche Bibliothek) entdecken. Bei einem Bummel durch die Einkaufsstraße Købmager Gade bis zum Rundetårn (Turm) kann man sich von dessen Aussichtsplattform aus einen Überblick über die Stadt verschaffen.

 

Alles im Blick hat man auch vom Restaurant des Kaufhauses Illums, vom Turms der Erlöserkirche (Frelsers Kirke), der Kuppel der Marmorkirken oder vom Ratshausturm aus. Ebenfalls viel zu sehen bekommt man bei einer Hafenrundfahrt –

Gute Nachrichten für das Reisebudget gibt es auch in puncto Kunst und Kultur. Die Dauerausstellung des staatlichen Museums National­museet, das die größte Kunstsammlung Dänemarks beherbergt, ist gratis. Freien Eintritt bieten auch die übrigen staatlichen Museen, andere verlangen an bestimmten Wochentagen keinen Eintritt. Ebenso gratis sind die Fahrräder in Kopenhagen. Die kann man, ähnlich wie einen Einkaufswagen, mit einer Pfandmünze ausleihen und später einfach wieder zurückbringen.

Essen, Schlafen, Shoppen
Am Copenhagen Street Food Market auf Papirøen (Paper Island) kann man sich zu günstigen Preisen durch die ganze Welt schlemmen. Auch lecker und preiswert sind die dänischen Hot Dogs – die Stände sind auf die ganze Stadt verteilt. Ebenfalls eine gute Nahrungsquelle: die zahlreichen Smørrebrød-Take-aways. Viele Restaurants – vor allem rund um die alte Universität – bieten zudem von 12 bis 16 Uhr verbilligte Mittagsmenüs.   

Am günstigsten übernachtet man in Kopenhagen auf Campingplätzen, auch preiswerte Bed-&-Breakfast-Anbieter finden sich. Um rund 30 Euro pro Nacht inklusive Frühstück kann man aber auch z. B. im Saga Hotel (Nähe Hauptbahnhof) übernachten. Boutiquen von edel bis Second-Hand findet man in der ganzen Stadt. Auf der Strøget – einer Fußgängerzone in der Innenstadt – und ihren Seitenstraßen gibt’s viel Mode, auch zum kleinen Preis.

Am Abend locken viele Bars und Clubs mit freiem Eintritt und einer Happy Hour. Der bekannteste Musikclub namens Vega findet sich im Trendviertel Vesterbro. Je nach Bekanntheitsgrad der Musiker kosten die Tickets zwischen 15 und 30 Euro. Wer sich also vorab ein wenig informiert, kann Kopenhagen auch mit kleinerem Budget entdecken. Und das Ganze – seit dem heurigen Winter – per Direktflug von Innsbruck aus!