Ich reise mal anders

Wer heutzutage noch klassisch ein Hotel bucht, ist selber schuld: Couchsurfing, Airbnb und andere alternative Reiseformen machen Spaß und schonen den Geldbeutel.

Fotos: Shutterstock (2)
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ieso in einem teuren, unpersönlichen Hotel in Paris wohnen, wenn man bei netten Menschen auf der Couch übernachten kann? Oder sich in Barcelona in ein kleines Jugendherbergszimmer quetschen, wenn man ein paar Tage in einer Studenten-WG wohnen kann? In den letzten Jahren haben alternative Reise- und Unterbringungsplattformen nämlich einen wahren Boom erlebt – wir stellen euch die wichtigsten vor.

COUCHSURFING 

Beim Couchsurfing geht es „um den Austausch von Gastfreundschaft“. Jeder, der sich auf der Plattform anmeldet, kann seine Couch für Übernachtungsgäste zur Verfügung stellen, gleichzeitig aber auch bei allen anderen Couchsurfer-Mitgliedern auf der ganzen Welt kostenlos übernachten . Es ist sogar ausdrücklich verboten, für einen Couchsurf Schlafplatz Geld zu verlangen bzw. zu bezahlen. Die einzigen Kosten, die anfallen, sind 19 Euro Anmeldungsgebühr, wenn man sich auf der Website registriert. Damit man sich auch sicher sein kann, dass man bei vertrauenswürdigen Menschen unterkommt, wird die Identität jedes Users per Kreditkarte oder Bankeinzug geprüft, außerdem gibt es ein gegenseitiges Bürgschaftssystem und man kann nachlesen, was andere Couchsurfer über den jeweiligen Gastgeber sagen.

 

www.couchsurfing.org

AIRBNB

Mehr als zehn Millionen Übernachtungen gehen bereits auf das Konto des 2008 gegründeten Unternehmens Airbnb. Die Idee ist folgende: Jeder User kann sein Zuhause vermieten – an Menschen, die lieber in echten Wohnungen Urlaub machen als in Hotels. Airbnb stellt den Kontakt zwischen den Interessenten her und wickelt auch die Bezahlung der „Untermiete“ ab. Gast und Gastgeber können sich gegenseitig bewerten – so ist es ziemlich einfach, tolle Unterkünfte von Bruchbuden zu unterscheiden. Der Preis ist moderat und man hat die Chance, auch an ungewöhnlichen Plätzen (zum Beispiel in Baumhäusern, Hausbooten oder Schlössern) zu wohnen.

 

www.airbnb.de

HAUSTAUSCH

Wer den Hollywoodfilm „Liebe braucht keine Ferien“ kennt, weiß, worum es hier geht: Zwei Menschen bzw. Familien tauschen ihre Wohnungen bzw. Häuser für eine bestimmt Zeit. So kann man sein Haus in Tirol zum Beispiel gegen eine Finca in Spanien oder ein Blockhaus in Kanada tauschen. Beide Seiten profitieren davon – doch das Ganze hat auch seinen Preis. „HomeLink“, einer der bekanntesten Anbieter von „Haustauschferien“, verlangt für die Vermittlung 140 Euro Jahresgebühr. Voraussetzung ist natürlich, dass man eine Wohnung bzw. ein Haus besitzt.

 

www.homelink.de

EASYNEST

Etwas ungewöhnlich ist auf den ersten Blick das Konzept der neuen Reiseplattform Easynest: Hier kann man Menschen suchen, die sich mit einem ein Doppelzimmer in einem Hotel teilen. Das Service soll Alleinreisenden helfen, die auf teure Einzelzimmer verzichten wollen. Dass das Zimmer getrennte Betten aufweist, gehört zu den Easynest-Prinzipien. Trotzdem ist diese Form des Reisens sicher nicht jedermanns Sache – ein Weg, Kosten zu sparen, ist es aber allemal.

 

www.easynest.com