Abenteuer Ecuador

Das kleine südamerikanische Land ist als Reiseziel noch eher unbekannt. Vollkommen zu Unrecht, denn so viel Abwechslung findet man sonst nur selten!

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ie Herausforderung beginnt unerwartete früh. Schon das Packen des Koffers erweist sich als knifflige Angelegenheit. Ecuador liegt zwar am Äquator – daher stammt auch der Name – doch das bedeutet noch lange nicht, dass es nur heiß ist. Das südamerikanische Land ist ein echter Flickenteppich an verschiedenen Landschaften und Klimabedingungen. Von den weiten Stränden der Küste geht es bis hinauf auf über 6.300 Meter am Gipfel des Chimborazo.

Ewiger Frühling

Ausgangspunkt für eine Erkundung ist in der Regel die Hauptstadt Quito,mit 2.800 Metern Seehöhe die höchstgelegene Hauptstadt der Welt.

Sie liegt im als Sierra bekannten Teil Ecuadors, jenes Gebiet, das von den mächtigen Kämmen der Anden durchzogen wird. Den Beinamen „Stadt des ewigen Frühlings“ hat sich Quito durch seine gemäßigte Temperatur verdient – wärmere Klamotten sollte man hier unbedingt eingepackt haben. Die koloniale Altstadt von Quito wurde als erste Stadt Teil des Unesco-Kulturerbes. Wer sich einen kleinen Überblick verschaffen will, sollte den Hügel el Panecillo inmitten der Stadt aufsuchen. Alternativ kann man mit einer Gondelbahn auf die Hänge des Berges Pichincha fahren und die Landschaft aus über 4.000 Metern bestaunen. Die Aussicht reicht bis zum hochaktiven Vulkan
Cotopaxi, dessen Asche manchmal bis nach Quito geweht wird. Vulkanismus gibt es in der ganzen Sierra, das Hochtal zwischen den dominierenden Gebirgsketten wird auch „Straße der Vulkane“ genannt.


 

Stadt der Fischer

Sonnenanbeter und Badefreunde sind in der kleinen Stadt Puerto Lopez an der Costa gut aufgehoben. Sie liegt an der bekannten Ruta del Sol, die durch zahlreihe kleine Fischerdörfer entlang der Küste Ecuadors führt. Rund um die Stadt finden sich beliebte Ausflugsziele, einige sind nur zu bestimmten Jahreszeiten zu besuchen. So lassen sich Buckelwale zum Beispiel nur von Juni bis September beobachten. Ein Ausflugstipp für das ganze Jahr ist die Isla de la Plata, die Silberinsel. Ihre Fauna und Flora ist der der Galapagosinseln ähnlich, der Besuch ist aber billiger.Von Jänner bis Mai wird es richtig warm – und leider auch feuchter. Die Mücken lieben dieses Wetter, vor ihnen sollte man sich unbedingt mit Mückenspray schützen. So lassen sich die zahlreichen Restaurants, Strandbars und malerischen Sonnenuntergänge der Stadt gleich viel unbeschwerter genießen.

 

Isoliertes Naturparadies
Ecuador darf einen ganz besonderen Naturschatz zu seinem Gebiet zählen: Die Galapagosinseln. Da die Inseln vulkanischen Ursprungs sind, hatten sie nie Kontakt zum Festland. Nur die fünf größten der über 100 Inseln sind besiedelt. Viele der Tier- und Pflanzenarten kommen nur hier auf Galapagos vor. Die Inseln kann man mit Booten bereisen und nur in Kleingruppen mit einem Guide erkunden. Hierbei gibt es ein paar Regeln zu beachten. Um die Vegetation zu schonen, sollte man die Pfade nicht verlassen. Die Tiere haben keine Angst vor Menschen, also sollte man lieber selbst für den nötigen Abstand sorgen. Hält man sich daran, kann man die Inseln, die schon Charles Darwin faszinierten, in vollen Zügen genießen.