Timing, Spaß und Emotion

Florian Rudig ist Tiroler, moderiert Sportevents wie den Beachvolleyball Grand Slam in Klagenfurt und ist seit kurzem das Gesicht der TV-Sendung „Servus am Morgen“ auf Servus TV.

Foto: Servus TV
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u moderierst jetzt seit einigen Monaten „Servus am Morgen“ auf Servus TV – wie „schlimm“ ist das frühe Aufstehen für dich?

Florian Rudig: Es hält sich in Grenzen. Vor einigen Monaten war wirklich um 2.30 Uhr Dienstbeginn, da galt es alle Inhalte vorzubereiten. Jetzt entstehen einige Inhalte bereits am Vorabend und der Wecker läutet nicht immer so früh. An dieses extrem frühe Aufstehen hat sich mein Körper leider nie wirklich gewöhnt, das ist eine Überwindung. Das geht nur, wenn man von der Arbeit wirklich begeistert ist.

 

Wie gehst du damit um, dass nicht nur deine Stimme, sondern jetzt auch dein Gesicht bekannt ist?

Ich finde es spannend. Das Hand- bzw. Mundwerk ist ja das gleiche.

Dennoch glauben nun einige – da das Fernsehen dabei ist –, dass es bedeutsamer sei. Für mich zählt jedoch nur eines: Menschen zu unterhalten, sie im besten Falle zu begeistern. Das gelingt mit oder ohne Kamera gleich leicht bzw. schwer.

 

Wie wichtig ist es als Moderator von Sportevents, dass du selbst einmal Volleyball-Profi warst?

Das hilft immens. Wissen kann man sich aneignen. Aber das Gespür für eine Situation zu haben – da ist es doch recht nützlich, es selbst in einer ähnlichen Form erlebt zu haben, zumindest wenn einem an der authentischen Vermittlung etwas liegt. Mein Bruder, der für die musikalische Gestaltung der Events verantwortlich ist, hat Tausende Musikausschnitte auf seinen Abspielgeräten. Aber wann du etwas bringst, dafür ist das Gespür für die Situation, 

Gibt es ein typisches Beauchvolleyball-Lied, das du nicht mehr hören kannst?

Wir versuchen, jedes Jahr neue Songs und Rhythmen zu bringen. Es ist nur alles andere als selbstverständlich, dass diese ebenso funktionieren wie die Klassiker, da der Reigen der absoluten Beach-Hits überschaubar ist. Ein Lied spielen wir jedoch seit einigen Jahren bewusst nur mehr maximal als Text-Hook: „Put your hands up“. Da hat sich die Melodie des Originals doch über die Jahre in vielen Stadien überholt.

 

In deiner Diplomarbeit hast du dich mit Sportkommentatoren beschäftigt – was werden zukünftige Diplomanden einmal über dich schreiben?

Hoffentlich, dass er sein Publikum nicht mit Gewohntem gelangweilt, sondern mit Besonderem überrascht hat. Wem das aber überhaupt mal eine universitäre 

 

Zeile wert ist, dem bzw. der geb ich eine Runde aus ... (lacht)

 

Wer ist dein Vorbild in Sachen Sportmoderation?

Es ist eine Mischung. Die inhaltliche Pointiertheit eines Marcel Reif, der humoristische Zugang eines Frank Buschmann und den Entertainer-Geist eines Thomas Gottschalk, dessen Genre natürlich weniger der Sport ist. Seine Spontaneität und sein authentisches Auftreten haben jedoch einen Unterhaltungsmaßstab gesetzt.

 

Erzähl uns etwas zu deinem Projekt jagdclub.tv – und wie geht es weiter?

Das ist lustig – ich werde regelmäßig darauf angesprochen. Obwohl es „erst“ drei Sendungen gab. Aber der Wunsch nach einer unabhängigen,