Rock ’n’ Roll aus Österreich

Im Oktober brachte die Wiener Band Wanda ihr neues Album „Niente“ heraus. Am 14. April werden sie ein Konzert in der Olympiahalle geben und die neuen Songs präsentieren. Was sie sich von der bevorstehenden Tour erwarten und wie sie mit dem großen Erfolg der letzten Alben umgehen, erzählen die Musiker im Interview.

Foto: Wolfgang Seehofer

„Vom Erfolg lassen wir uns sicher nicht verderben oder verblenden. Wem das passiert, der hat bald verloren.“

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ie würdet ihr euer neues Album „Niente“ beschreiben? Wanda: Es klingt etwas melancholischer, gesetzter und vielleicht reflektierter als die vorherigen beiden Platten. Die Geschichten handeln nicht mehr von Thomas, Andi und Luzia. Es gibt auch keine Tanten, Cousinen und Schwestern auf dem Album. Obwohl doch, eine Schwester gibt’s diesmal auch. Aber in erster Linie geht es um das, was alle Menschen gemeinsam haben: eine Kindheit, einen Tod und das dazwischen.

 

Von März bis Juli nächsten Jahres werdet ihr mit „Niente“ auf Tour sein. Was erwartet ihr von den vielen bevorstehenden Konzerten? Wir hoffen, dass die Konzerte genauso gut besucht sind wie die auf den bisherigen Tourneen und dass die Leute mit einem Lächeln oder einem guten, schönen Gefühl nach Hause gehen. Hoffentlich ist es Anfang März, wenn alles losgeht, nicht mehr allzu kalt und die Reise nicht zu schnell vorüber.

 

Auch in Tirol gebt ihr ein Konzert: am 14. April in der Olympiahalle in Innsbruck. Worauf dürfen wir uns freuen? Es ist mit Abstand das größte Konzert, das wir in Tirol gespielt haben werden und es wird auf jeden Fall für uns, aber auch für alle, die kommen, etwas Besonderes.

Wir werden mit einem neuen Programm anreisen, sowohl mit Liedern vom neuen Album als auch mit solchen von „Bussi“ und „Amore“. Und es wird vielleicht auch die eine oder andere Überraschung geben.

 

Habt ihr persönliche Verbindungen zu Tirol? Manuel (Gitarrist): Ein sehr guter Freund von mir hat Verwandtschaft in Berwang. Wir fahren immer wieder mal auf Besuch hin, zum Snowboarden bzw. um Neujahr zu feiern.

 

Euer letztes Album „Bussi“ ist durch die Decke gegangen. Hat der Erfolg euch verändert? Nein, das würden wir nicht sagen. Wir sind immer noch dieselben wie vor dem Erfolg und werden es auch danach noch sein. Wenn uns etwas verändert, dann ist es das Leben an sich, aber das ist ja bei jedem so. Vom Erfolg lassen wir uns sicher nicht verderben oder verblenden. Wem das passiert, der hat bald verloren.

 

Habt ihr manchmal Angst davor, dass der Erfolg schnell wieder vorbei ist? Nein. Wenn einmal keiner unsere Platten mehr kauft und niemand auf unsere Konzerte kommt, dann wird die Welt bestimmt nicht untergehen. Uns wird immer irgendetwas einfallen, um uns durchs Leben zu schlagen. Keine Sorge!