Get wrecked

Foto: Hannes Sautner (alle)

Die Tiroler DJ-Crew Wax Wreckaz, bestehend aus Busy Fingaz (Claudio Blassnig), Fu (Armin Fuchs), Juwee (Jakob Winkler) und Sensay (Sebastian Arman), vereint in ihrem Sound verschiedenste Einflüsse, von Rap über Reggae bis hin zu den Varianten elektronischer Musik. Ihre Songs laufen auf FM4, die Crew ist auf Club- und Event-Bühnen in ganz Österreich, Deutschland und der Schweiz unterwegs. Beim heurigen Kaunertal Opening und dem Air+Style Festival 2017 kann man die Jungs ausnahmsweise wieder in Tirol erleben.

B

egonnen hat alles vor 17 Jahren, als ihr euch in der Schule für Grafik-Design in Innsbruck kennengelernt und als Kollektiv zusammengefunden habt. Das ist eine lange Zeit. Hat jeder von euch eine bestimmte Rolle in der Crew, machen alle alles oder hat sich das im Laufe der Zeit auch geändert?

Busy Fingaz: In einem Kollektiv verteilt man oft natürlich gewisse Aufgaben und nutzt die Stärken, die jeder hat. Grundsätzlich ist es ja so, dass wir, wenn wir auf Gigs fahren, meist zu zweit sind: zwei DJs an vier Plattenspielern und zwei Mixern. Wenn wir Produktionen machen, sammeln wir meistens einzeln Ideen und finalisieren sie dann gemeinsam – mit Sensay als Mastermind an den Reglern. Wenn es dann an Dinge wie Video-Konzepte oder Fotoshootings geht, ist zum Beispiel Juwee oft federführend, weil er als Illustrator/Grafiker immer super visuelle Inputs liefert. Somit trägt jeder seinen Teil zum Ganzen bei.

 

Crew-Namen sind immer etwas ganz Besonderes, wie seid ihr zu eurem gekommen?

Das war wohl der klassische Fall von einem Versuch, als Teenager den coolstmöglichen Crew-Namen zu finden, der dann in einem Zungenbrecher endete. „Wax“ ist im Englischen ein anderes Wort für Schallplatte, „to wreck“ bedeutet, dass man etwas zerstört ... aber eben auch wieder im Slang-Sinn, das ergibt dann quasi: „Abriss mit Schallplatten“. Wax Wreckaz ist nicht gerade leicht auszusprechen, aber wer den Namen einmal intus hat, merkt ihn sich wohl auch! 

 

Gibt es Künstler, die euch in frühen Zeiten beeinflusst haben bzw. welche, die es heute (noch) tun?

Natürlich gab es die und gibt sie noch immer. Generell kommen wir ja aus der HipHop-Szene, und so waren natürlich Legenden wie Stylewarz, Sepalot, Craze, Roc Raida, Skratch Bastid oder A-Trak immer schon Artists, zu denen wir aus DJ-Sicht aufgeschaut haben. Aber auch andere

Tiroler Artists wie Danman, Ed Royal, Chrisfader & Testa, Badspin, Str8cut, M-Tone oder DBH hatten einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das, was wir machen.

 

Ihr habt alle einen Fulltime-Job und trotzdem noch Zeit für eure Leidenschaft. Wie muss man sich einen Kalender der Wax Wreckaz vorstellen?

Voll, ziemlich voll ... eine verständnisvolle Frau, ein cooler Boss und verdammt gutes Zeitmanagement sind da essenziell. Sensay ist der Einzige aus unserer Crew, der Vollzeit Musik macht. Wir anderen drei schaffen seit Jahren den Spagat zwischen Arbeit und Musik sehr gut. Wenn man mit genug Leidenschaft und Motivation an die Sache herangeht, findet man immer einen Weg, damit es sich ausgeht.

 

Das Red Bull Thre3style ist der größte DJ-Wettbewerb, bei dem sich einmal im Jahr die besten DJs der Welt um den Titel batteln. Für dich Claudio – alias Busy Fingaz – geht es im Dezember zu den Red Bull Thre3style World-Finals nach Chile. Hast du schon ein Set und wie bereitest du dich darauf vor?

Genau, Red Bull Thre3style ist mittlerweile einer der prestigeträchtigsten Events in der DJ-Szene. Früher gab es nur Verbände wie