Fabio Wibmer

Der gebürtige Osttiroler Fabio Wibmer (22) ist für seine spektakulären YouTube-Videos bekannt. Über 1.140.000 Abonnenten verfolgen seine Stunts auf dem Videoportal. Bei Crankworx Innsbruck stellt er beim Whip-off und Downhill sein Können unter Beweis.

Fotos: Red Bull/Hannes Berger, Red Bull/David Robinson
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ie und wann bist du zum Bike-Sport gekommen?

Fabio Wibmer: Ich habe mit sechs Jahren angefangen, Motocross zu fahren, und habe jahrelang an nationalen und internationalen Motocross-Rennen teilgenommen, unter anderem an der 125 ccm Motocross-Weltmeisterschaft in Italien 2011. Neben der Begeisterung für den Motocross-Sport war ich aber auch schon immer vom Biken fasziniert.

 

Als ich klein war, habe ich mit Kollegen immer wieder Sprünge im Wald gebaut und mich mit dem Fahrrad meiner Mutter, das für so etwas natürlich nicht gebaut war, ausgetobt. 2009 habe ich dann ein Video gesehen, das rückblickend mein Leben verändert hat: Danny MacAskills „Inspired Bicycles“. Mir war sofort klar, dass ich genauso ein Fahrrad haben und genau das auch machen wollte.

 

Gab es Startschwierigkeiten? Wurdest du zum Beispiel je von einer Filmlocation vertrieben?

Meistens haben die Leute nichts dagegen und schauen eher interessiert zu. Ab und an kommt es aber schon mal vor, dass mich jemand verscheucht oder laut wird. Ich antworte dann meistens freundlich und erkläre, was ich eigentliche mache und dass ich keine Schäden anrichte. Im Zweifel ziehe ich halt einfach weiter.

 

Mit welchem Clip ist dir der Durchbruch gelungen und was denkst du, woran hat es gelegen?

Ich habe nie gedacht oder geplant, dass das Ganze so groß wird. Ich habe einfach Spaß daran, Rad zu fahren und zu filmen. Nach und nach haben meine Videos dann immer mehr Views bekommen.

„Osttirol Is My Playground“ war, glaube ich, das erste Video, das dann so richtig abging, aber auch einige Videos davor sind für meine damaligen Subscriber-Zahlen sehr gut gelaufen.

 

Du hattest unlängst einen Sturz, bei dem du dir dein Schlüsselbein gebrochen hast. Schüchtern dich solche Stürze ein?

Eigentlich nicht. Ich bereite mich auf große Sprünge und Tricks sowohl mental als auch körperlich recht akribisch vor. Erst wenn ich mir sicher bin, dass ich ihn schaffe, mache ich ihn auch. Manchmal dauert es Stunden, bis ich mich dann final überwinde, manchmal geht es fix. Stürze gehören zum Sport dazu und meistens gehen sie glimpflich aus. Das gebrochene Schlüsselbein beim Sprung aus dem Heli ist tatsächlich meine erste schwerere Verletzung.

 

Was willst du nach Ende deiner Verletzungs-pause als Erstes wieder ausprobieren?

Ich will einfach nur wieder aufs Rad, haha.

 

Wie steht deine Familie zu deinem Sport?

Meine Familie hat mich immer unterstützt. Mein Vater hat uns früher immer zu den Motocross-Rennen gefahren und meine Eltern standen auch beim Biken immer hinter mir. Danke dafür!

 

Wordrap

 

  • Wenn ich ins Hotel einchecke, dann schreibe ich ins Feld „Beruf“: Sportler
  • In meinem Kühlschrank findet man immer: nichts
  • Ich bekomme Gänsehaut, wenn … mich die Story von jemandem sehr berührt.
  • Davon kann ich nie genug bekommen: Von dem Gefühl, wenn ich einen neuen Trick zum ersten Mal gestanden habe.
  • Wenn ich ein Bike wäre, wäre ich ein ... Specialized Stumpjumper.
  • Diese Schlagzeile würde ich am liebsten über mich lesen: Fabio Wibmer gewinnt die Red Bull Rampage.
  • Wenn ich in der Früh aufwache, ... schaue ich auf mein Handy.
  • Meine Eltern fragen immer, ... wann ich mal wieder nach Hause komme.
  • Damit habe ich mein erstes Geld verdient: mit der Monetarisierung eines alten YouTube-Videos vor Ewigkeiten. 2 Euro oder so waren das damals.