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u spielst seit dieser Saison beim FC Wacker Innsbruck, wie zufrieden bist du mit deiner Leistung?
Thomas Pichlmann: Ich denke, wichtig ist, dass wir mit der Leistung der gesamten Mannschaft zufrieden sein können. Seit dem Zeitpunkt, als ich zum Verein gestoßen bin, gibt es, glaube ich, nicht viel schlechtzureden. Natürlich bin ich mit meiner persönlichen Leistung sehr zufrieden. Wenn der Tor-Schnitt so bleibt, dann bin ich happy.

 

Fußballprofi zu sein gehört für viele zum absoluten Traumberuf. Du lebst diesen Traum schon seit vielen Jahren. Was ist das Schöne daran und auf was könntest du verzichten?
Schön ist, dass ich das Hobby zum Beruf machen konnte. Ich kann jeden Tag aufstehen und mich auf meine Arbeit freuen. Natürlich nimmt man auch in Kauf, dass da manche Trainingseinheiten dabei sind, wo man den inneren Schweinehund überwinden und mental sehr stark sein muss. Aber ich denke, man kann dann die schönen Seiten des Fußballsports umso mehr genießen.

 

Was empfiehlst du Kindern  und Jugendlichen, die dir nacheifern?
Ich sage immer zu Kindern, dass der Spaß im Vordergrund stehen muss. Wenn der nicht da ist und man zu etwas gezwungen wird, kann es nicht funktionieren. Natürlich braucht man Ehrgeiz und den Willen, das durchzuziehen. Wer beides hat, hat gute Chancen.

 

Wann hast du mit dem Fußballspielen begonnen – gemeint ist natürlich in einer Mannschaft und mit richtigem Training?
Meine ersten fußballerischen Kenntnisse habe ich mit sechs Jahren gesammelt. Da habe ich gelernt, wie man in einer Mannschaft umgeht, wie man teamfähig wird. Aber das Wichtige dabei war nicht, dass ich dreimal in der Woche trainiert habe, sondern, dass ich mir an den Nachmittagen nach der Schule einen Ball genommen habe und einfach gespielt habe. Die Kombination hat es ausgemacht. Mein erstes Profispiel habe ich mit 18 Jahren für den SK Rapid Wien absolviert.

Hat man als Profi auch Vorbilder und wer sind deine?
Natürlich habe ich auch Vorbilder. Aber die wird die heutige Generation nicht mehr kennen (lacht). Mein Vorbild war Roberto Baggio. Aktuell schau ich gerne gute Spiele, ein spezielles Vorbild habe ich aber derzeit nicht.

 

Was war dein größter Erfolg bisher?
Es gab in meiner Karriere viele schöne Momente, aber sicherlich hervorzuheben sind der Cupsieg in Österreich mit dem FK Austria Wien und der Aufstieg in Italien mit Hellas Verona. Natürlich war die Nationalteam-Einberufung ein schöner Erfolg.

 

Wenn du an die Frühjahrssaison denkst, was geht dir da spontan durch den Kopf?
Natürlich viele Tore zu schießen und den Platz, den wir derzeit innehaben, zu verteidigen.

 

In den letzten Spielen war das Tivoli Stadion wieder gut besucht. Wie wichtig sind Fans für eine Mannschaft?
Für jeden Fußballer ist es schön, wenn das Sta-dion voll ist. Gerade solche Spiele wie gegen Austria Salzburg im Herbst wünscht man sich als Spieler. Dafür nimmt man auch das harte Training unter der Woche in Kauf. Fans geben einem viel zurück. Und ich hoffe, dass wir im Frühjahr auch einige tolle Spiele vor guter Kulisse haben werden.

 

Dein Tipp für die EM 2016?
Als Österreicher glaube ich, dass wir sehr gute Chancen auf das Viertelfinale haben werden. Den Titel werden aber die üblichen Verdächtigen unter sich ausmachen. Deuschland, England und Italien sind sicher heiße Kandidaten, aber auch Gastgeber Frankreich darf man nicht außer Acht lassen.

 

Vielen Dank für das Gespräch.