Sharing is caring

Foodsharing erfreut sich in Tirol wachsender Beliebtheit, zu oft werden noch genießbare Lebensmittel einfach entsorgt. Die Idee: Wer zu viel hat, teilt, anstatt wegzuwerfen.

Foto: raphaellfellmer.de
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edes Jahr werden unzählige Tonnen Lebensmittel weggeworfen, obwohl das Essen ohne Weiteres noch genießbar wäre. „Wir wollen sensibilisieren, nachhaltig und achtsam mit Essen umzugehen. Leider sind sich viele dieser wertvollen Ressource zu wenig bewusst“, erklärt Raphael Fellmer, Initiator von foodsharing.de. Im Sommer 2013 gründete er deshalb mit Freunden in Berlin die Initiative „Lebensmittel retten“. Ehrenamtlich programmierte dann ein befreundeter Entwickler das dazugehörige Webportal. 

Ein Portal für alle

Ob Privatperson, Händler, Verein oder Produzent – jeder kann Lebensmittel, die er nicht mehr benötigt, kostenlos der Community anbieten. Wenn jemand das Essen möchte, vereinbaren Abnehmer

und Anbieter einfach die Abholung.

 

„Dabei geht es gar nicht immer um Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, sondern auch um jene wie Obst, Gemüse oder Backwaren, die gar keines haben“, so Fellmer. Damit Konzept und Idee weiterwachsen, fusionierte das Webportal Ende 2014 mit einer anderen Foodsharing-Plattform. So trat Foodsharing von Deutschland aus seinen Siegeszug an: Allein im deutschsprachigen Raum haben sich über 120.000 Personen auf der Website registriert. 

Wie kann man mitmachen? 

So funktioniert’s: Einfach auf der Onlineplattform www.foodsharing.at registrieren und schon kann man sehen, ob in der Nähe Essenskörbe angeboten werden, oder man bietet selbst welche an. In vielen

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Österreichs Jugend schaltet sich ein

Wenn sich im Oktober dieses Jahres Tausende Jugendliche zeitgleich in ganz Österreich mit viel Power und Kreativität drei Tage lang für soziale Belange einsetzen, dann ist es wieder so weit: „72 Stunden ohne Kompromiss“.

Foto: raphaellfellmer.de
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ie Aktion findet vom 19. bis 22. Oktober 2016 in 400 verschiedenen Orten statt. Ziel ist es, jungen Menschen die Chance zu geben, sich auf sinnvolle Art und Weise für eine bessere Gesellschaft einzusetzen. Im ganzen Land wird gehämmert, gesägt, gebaut, gemalt und geholfen. 

Schalt dich ein!

Du bist im Alter von 14 bis 25 Jahren und willst dich für einen guten Zweck einsetzen? Du willst mit anpacken, über dich hinauswachsen, etwas Tolles erleben oder eine Herausforderung annehmen? Dann melde dich mit einer Gruppe oder als Einzelperson an und gehöre zur Gemeinschaft Tausender Jugendlicher in ganz Österreich, die diese spannenden Tage gemeinsam bewältigen. „72 Stunden ohne Kompromiss“ bietet dir die einzigartige Gelegenheit, deine Jugendgruppe, deine Schulklasse,

 

deine Lehrlingskollegen, deinen Freundeskreis besser kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen – in einem Umfeld, das du bisher noch nicht erlebt hast. Bis 27. September 2016 kannst du dich über die Homepage www.72h.at anmelden.

Vielfalt leben

2016 geht es bei „72 Stunden ohne Kompromiss“ speziell um die Vielfalt des Lebens. Vielfalt, insbesondere kulturelle Vielfalt, ist ein wichtiges Thema, heute mehr denn je. Welche Aufgabe dich und deine Gruppe erwartet, erfährst du direkt bei der Auftaktveranstaltung. Damit ist für Spannung gesorgt und der Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Nur durch gutes Teamwork und Zusammenhalt könnt ihr die Aufgabe erfüllen. Wer auf die Überraschung verzichten will, kann auch selbst im Vorfeld ein Projekt einreichen.