Junge Leute packen an

Über 60 Tiroler Burschen und Mädchen enga­gieren sich jährlich vor oder nach ihrer Ausbildung freiwillig. So wie Clemens Lubin. Er ist heuer bei der Lebenshilfe tätig.

Fotos: Janine Holzknecht, Melek Palta, shutterstock.com
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igentlich wollte Clemens studieren, doch dann brachte ihn ein Freund auf die Idee, ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. „Viele meiner Freunde ziehen weg – da will ich nicht als einziger zurückbleiben“, denkt der 19-Jährige und zieht kurzentschlossen von Augsburg nach Reutte.

 

„Anfangs war es schon sehr ungewohnt, Menschen mit Behinderungen zu begleiten“, gesteht Clemens, der in einem Wohnhaus arbeitet. Doch der herzliche Umgang miteinander hilft ihm rasch, alle Berührungsängste zu überwinden. Bei Spaziergängen, beim Einkaufen, beim gemeinsamen Kochen oder der Unterstützung im Bad lernt er jeden der Bewohner bald besser kennen. Außerdem spürt er gleich, wie sehr die Bewohner es schätzen, wenn er sich Zeit für sie nimmt. „Clemens bringt Pepp ins Haus“, erklärt sein Vorgesetzter Werner Moosbrugger begeistert. Er schätzt Freiwillige, die hier ihre Ideen einbringen und Zeit haben, sich den Wünschen der Bewohner zu widmen.

Menschen unterstützen und bestärken

„Am liebsten begleite ich die Leute in ihrer Freizeit“, erklärt Clemens. Er fährt mit Bewohnern zum Beispiel ins Grüne und begleitet einen Mann beim Schwimmen. Er besucht mit ihnen Musikveranstaltungen oder greift auch selbst einmal zur Gitarre. Dabei entdeckt er, dass musizieren hilft, positive Entwicklungen anzustoßen. So blüht eine sehr schweigsame Frau richtig auf, wenn er ihr Lieder aus ihrer Jugend vorspielt: Sie wird aktiver, singt mit und reagiert auch auf Fragen, die vorher unbeantwortet blieben. Solche kleinen Fortschritte mitzuerleben, bestätigen Clemens in seinem Einsatz.

 

„Mich freut, dass ich hier selbst viel lerne“, erklärt Clemens. „Und ich habe erkannt, dass die Welt der Klienten eine doch recht normale Sache ist. Ich bin heute flexibler im Umgang mit Situationen, die mich früher mehr gefordert hätten.“ 

Freiwillig aktiv – mithelfen, die Welt menschlicher zu machen

24 Burschen und Mädchen leisten derzeit ein freiwilliges soziales Jahr in der Lebenshilfe Tirol. Daneben helfen auch 100 Zivildiener, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung zu verbessern.

 

Pack mit an und melde dich: 

★ lebenshilfe.tirol.at

 

★ facebook.com/lebenshilfe.tirol

 

★ office@tirol.lebenshilfe.at

Energie sparen leicht gemacht

Den täglichen Stromverbrauch zu reduzieren, senkt nicht nur Kosten, sondern ist noch dazu gut für die Umwelt. Mit den folgenden zehn Tipps gelingt es garantiert.

Fotos: Janine Holzknecht, Melek Palta, shutterstock.com

Tageslicht nutzen

Wer tagsüber Vorhänge und Jalousien öffnet, braucht weniger Beleuchtung und spart damit eine Menge Strom. Aber auch wenn es draußen dunkel ist, kann man Strom sparen: Einfach immer nur dort das Licht einschalten, wo es auch wirklich benötigt wird.

 

Kühlschrank zu!

Einer der wohl größten Stromfresser im Haus ist der Kühlschrank. Steht er allerdings für längere Zeit offen, verbraucht er noch mehr Energie als üblich, um sich wieder auf seine Standard-Temperatur zu kühlen. Deshalb: aufmachen, Essen rausnehmen und gleich wieder schließen. 

 

Immer unter Strom

Fernseher, Computer, Waschmaschine und Co. – einige Geräte verbrauchen ständig Energie. Deshalb ist es besser, sie vom Stromnetz zu trennen, wenn sie nicht in Verwendung sind. Tipp: Auch Ladekabel für Smartphones und elektrische Zahnbürsten sollten nur dann an der Steckdose hängen, wenn es nötig ist. 

 

Restwärme nutzen

Herdplatten sind für gewöhnlich noch mehrere Minuten nach dem Ausschalten richtig heiß. Diese Restwärme kann man nutzen, indem man den Herd schon einige Minuten vor Ende der Kochzeit ausschaltet. Beim Backofen und dem Bügeleisen gilt übrigens dasselbe Prinzip.

 

Erst vollmachen, dann einschalten

Die Waschmaschine oder der Geschirrspüler sollten nicht für kleine Mengen angeworfen werden. Erst wenn sie voll sind, rentiert sich der Stromverbrauch wirklich. 

 

Weniger Wasser

Pasta-Liebhaber aufgepasst! Viel Wasser zu kochen, verbraucht auch viel Strom. Deshalb ist es effizienter, beim Kochen von Nudeln oder Ähnlichem nur eine kleine Menge in den Topf zu geben und – falls nötig – nach einigen Minuten etwas Wasser hinzuzufügen. 

 

Deckel drauf!

Wer mit Deckel kocht, spart nicht zur Strom, sondern auch Zeit. Wichtig ist dabei, dass der Deckel genau auf den Topf oder die Pfanne passt, damit keine Wärme verloren geht.