In den Topf statt in die Tonne

Ungenutzte Dinge entdecken, sammeln und anschließend in etwas Neues verwandeln – das ist die Mission des Innsbrucker Vereines feld.

Fotos: Verein Feld (2), Fotolia, Bienenhotel Kufstein, Raiffeisen/Forcher (3)
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erwachsen, krumm, zu klein oder zu groß: Viel wertvolles Obst und Gemüse wird nach der Ernte direkt entsorgt. Und das nur, weil die Produkte nicht dem optischen Idealbild entsprechen – schmecken tun sie schließlich genauso. Dieser Verschwendung wollten die beiden Freundinnen Luzia Dieringer und Claudia Sacher entgegenwirken und gründeten deshalb im Jahr 2014 feld, den Verein zur Nutzung von Ungenutztem. 

Projekt 1.0

Dieses „Übergemüse“, wie die feld-Mitglieder ihre Produkte liebevoll nennen, stammt von heimischen Landwirten und von Privatpersonen. Es wird gesammelt und anschließend verwertet bzw. eingekocht und für lange Zeit haltbar gemacht. Durch dieses sogenannte Projekt 1.0 entstehen unter anderem Marmeladen, Chutneys und Saucen. Erhältlich sind diese kleinen Gläschen voller geretteter Lebensmittel in mehreren Innsbrucker Geschäften. Außerdem beliefert feld regelmäßig Veranstaltungen. „In erster Linie ist es uns natürlich wichtig, dass unsere Speisen schmecken.

Genauso viel Wert legen wir aber darauf, den Hintergrund der Gerichte zu vermitteln“, meint Luzia. 

Mahlzeit!

Letztes Jahr hat feld noch ein weiteres Projekt ins Leben gerufen: Unter dem Namen I.G.G.I.T. (Innsbrucker gerettetes Gemüse im Topf) kochen die Mitglieder zweimal wöchentlich eine Suppe bzw. einen Eintopf aus regionalen Lebensmitteln, die ohne sie keine Verwendung gefunden hätten. Wer Lust auf ein nachhaltiges Mittagsessen hat, kann ab sechs Portionen einen Topf davon bestellen. Dieser wird dann per Fahrrad im Raum Innsbruck geliefert. Zusätzlich kocht feld einmal wöchentlich ein Menü in der Kulturbackstube „Die Bäckerei“ in Innsbruck. 

 

Kontakt

Weitere Infos zum Verein, zur Mitgliedschaft, zu den Verteilerstellen, den Workshops sowie zur Suppenlieferung: 

feld-verein@gmx.at

www.feld-verein.at

www.facebook.com/feldverein

In den Topf statt in die Tonne
In den Topf statt in die Tonne

Ein Hotel für Bienen

Fotos: Verein Feld (2), Fotolia, Bienenhotel Kufstein, Raiffeisen/Forcher (3)
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ildbienen haben es schwer in Tirol: Aufgrund der intensiven Landwirtschaft verschwindet stetig Lebensraum. Dabei sind sie ein wichtiger Bestandteil der Natur und gelten als ebenbürtige und effiziente Bestäuber wie die Honigbiene. Bis zu einem Drittel der Blütenbestäubung in ganz Österreich übernehmen die fleißigen Wildbienen. Daher ist es besonders wichtig, die 500 Wildbienenarten, die alleine im Alpenraum existieren – weltweit sind es ca. 30.000 –, zu schützen und Lebensräume zu schaffen. Der Verein natopia und der Alpenzoo in Innsbruck leisten einen wesentlichen Beitrag zur aktiven Förderung des Bienenbestandes.

natopia

Der Verein natopia ist seit 1998 in der Natur- und Umweltbildung Tirols tätig.

Die Idee des Vereins ist die „Didaktik der Natur“ – das konkrete Natur­erlebnis im Freien. Mit dem „Wildbienenhotel“-Projekt will der Verein Bewusstsein schaffen und aktiven Umweltschutz fördern. Das Ziel ist, tirolweit den Bau von Nisthilfen für Wildbienen zu unterstützen. Mit dem eigenen Wildbienenhotel leistet man einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz und hat zusätzlich die Möglichkeit, spannende und überraschende Einblicke in die heimische Natur unmittelbar zu erhalten.

Wildbienenhotels online

Auf www.wildbienen.at können Schulen, aber auch andere Institutionen oder Privatpersonen, ihr „Wildbienen-Hotel“ registrieren. Zurzeit sind 33 Wildbienenhotels in Tirol registriert.

Bienen-Magistrat

Der Alpenzoo in Innsbruck beherbergt neben seinen ca. 2.000 Individuen auch ein Bienen-Magistrat.

In den Topf statt in die Tonne
In den Topf statt in die Tonne
In den Topf statt in die Tonne
In den Topf statt in die Tonne
In den Topf statt in die Tonne